Alltag, Rüstung, Vernichtung
Der Landkreis Mühldorf im Nationalsozialismus 

Ausstellung im Mühldorfer Haberkasten (2.OG)

In der NS-Zeit wurde der Landkreis Mühldorf zum Schicksalsort für viele Menschen. Politische Gegner und einzelne gesellschaftliche Gruppen wurden verfolgt, ausländische Zwangsarbeiter in die Region verschleppt. Unterstützer, Sympathisanten und eine schweigende Mehrheit trugen das NS-System. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden Einwohner zum Kriegsdienst eingezogen.

Zum größten Rüstungsprojekt im Landkreis wurde der Bau eines gigantischen Bunkers im Mühldorfer Hart, dem Wald zwischen Mühldorf und Kraiburg.

Zum Bau des Bunkers verschleppte die NS-Führung ab Mitte 1944 über 8.000 zumeist jüdische KZ-Häftlinge in die Region. Nahezu 4.000 Häftlinge starben aufgrund völlig unzureichender Lebens- und Arbeitsbedingungen.

Die Ausstellung zeigt anhand ausgewählter Biografien, wie Überlebende des KZ und Bewohner der Region Mühldorf ihr Leben nach Kriegsende neu organisiert haben, und sie zeigt, wie die Zeit des Nationalsozialismus verarbeitet bzw. verdrängt wurde.

Zahlreiche Objekte, Fotos, Videos, Dokumente und Zeitzeugenberichte bieten einen intensiven Einblick in eine Zeit, die bis heute nachwirkt.

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Veranstaltungen
"Museum macht mobil" - Mitmachprogramm für Kinder

Lodronhaus, 24.09.2017, 15 - 16:30 Uhr


Eröffnung der Sonderausstellung: Wie kommt das Gemälde an die Wand?

Geschichtszentrum und Museum Mühldorf a. Inn, 05.10.2017, 19 Uhr


Öffnungszeiten

Do./Fr.   14:00 bis 17:00 Uhr
So.        13:00 bis 17:00 Uhr

Besichtigung und Führungen
für Gruppen ab sechs Personen
jederzeit nach telefonischer
Vereinbarung.



Eintrittspreise

Erwachsene:

3,00 €

Gruppen ab 10 Personen:

2,50 €

Kinder bis 18 Jahre:

1,50 €